Tag 145 – Vatertag

Oder auch Herrentag, da wir auch mit Ossis unterwegs waren. Und was macht man an diesem Tag?

Wenn man noch keine Kinder und die 20 noch nicht erreicht hat, trifft man sich in großen Gruppen, frisst billige Salami mit einem fiesen Nachgeschmack, spült diesen mit Apfelkorn und Dosenbier runter und pöbelt spätestens ab 14 Uhr die Lichtpfosten auf der Landstraße an.

Wenn man dann Kinder hat, geht man mit diesen ins Freibad für einen Familientag. Da trinkt Vati dann maximal zwei Bier und Mutti hat kalte Bockwurst mit Kartoffelsalat am Start. Mami geht dann zwar nicht ins Wasser, ist im Norden noch immer zu kalt, freut sich aber, dass Vati mal Zeit für die Familie hat und mit den Kids planscht.

Wenn man dann die Kinder nicht mehr beaufsichtigen muss, läuft das ganz anders! Man trifft sich mit seiner Bikertruppe oder besser mit denen, die auch wirklich mal Motorrad fahren und die Yamaha nicht nur alle zwei Jahre zum TÜV bringen. Da fährt man dann gesittet zum einen Aussichtspunkt in den Hüttener Bergen, um sich in stiller Andacht auf den Tag einzustimmen. Auf dem Weg zur Nordsee weist man dann verirrten Seelen, die verwirrt auf der Landstraße umherirren, denn Weg zurück ins Heim. Im weiteren Verlauf des Pilgerwegs bewahrt man die heimische Tierwelt davor, von einem royalen, indischen Motorrad überrollt zu werden. Nachdem man zwar nicht dem Wetter aber dem Wind getrotzt hat, ist die Pilgerstätte erreicht: St. Peter-Ording! Das Einzige was hier nichts kostet ist die Luft zum Atmen und interessanterweise die Parkplätze für Motorräder! Also nimmt man die goldene Kreditkarte in Hand und ein opulentes Mahl beim Italiener an der Promenade zu sich! Abschließend trägt einen der Rückendwind wieder Richtung Osten in die Heimat. Auf dem Weg gibt es noch das obligatorische Selfie auf dem Sperrwerk und eine kurze Pause auf dem Rasthof (alter Name für Dorftanke!) am Arsch der Heide.

Wenn man die ersten Dekaden überstanden hat, kommt die Zeit wo man über diesen Dingen steht! Man fährt ohne Helm aber mit Mutti auf dem E-Bike dem Café entgegen. Man ärgert sich über die Bollerwagen, die keine Platz machen.  Die Autos nehmen einem die Vorfahrt auf der Zufahrt zum Freibad. Und überflüssigen Motorradfahrer erschrecken einen mit unnötig lauten Motoren.

Wir sind gespannt, was danach kommt…

Daily Brief

Haufenweise Content Vater-/Herrentag.

Playlist

Ich kann mich dunkel an eine Tour erinnern, bei der wir mit einem Einkaufswagen unterwegs waren. Das war die Zeit wo Running Wild gerade ihre beste Phase hatten.

Playlist des Tages auf Amazon Music.

Sport

Wenn dem ganzen Tag auf dem Bike sitzt, sollten man vorher etwas für den Rücken tun.

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